Marginalien

Tarnen und täuschen

Veröffentlicht in Stadtraum by JS am April 21st, 2008

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Werber bedienen sich regelmäßig einiger Formen, die kaum jemand unmittelbar mit Werbung in Verbindung bringen würde. Man vermutet zuächst – und sei es auch nur für den entscheidenden Bruchteil einer Sekunde, der Aufmerksamkeit schafft – keine Werbung. Der scheinbar mit breitem Pinsel über eine Treppe geschriebene Hinweis auf eine Firma, die hierzulande Turnschuhe verkauft, die sie woanders herstellen lässt, ist dafür ein schönes Beispiel. Doch was bedeutet dieses Wildern in anderer Leute Formenrepertoire? Entweder halten die Werber ihre “Zielgruppe” für doof (die Turnschuhkäufer merken ja nicht mal, dass sie in ihrer eigenen Sprache verarscht werden) oder die Werber glauben selbst nicht an das, was sie tun, denn sonst könnten sie ja schlicht und einfach mit ihren eigenen Mitteln Werbung machen und müssten ihre durchsichtigen Boschaften nicht als Ausdruck der Protestkultur tarnen.

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One Response to 'Tarnen und täuschen'

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  1. carluv said, on April 21st, 2008 at 9:33 Uhr vormittags

    Protestkultur? Welche Protestkultur?

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