Berlin, Hansaviertel
Das Hansaviertel liegt eher unauffällig im Zentrum der Stadt und wird von seinen Bewohnern wegen der Ruhe und wegen der üppigen Vegetation geschätzt. Als es vor fünfzig Jahren gebaut wurde, war das, was heute etwas kleinbürgerlich wirkt, Avantgarde. Wer sich die Mühe macht, genauer hinzusehen, wird in der Tat Architektur entdecken, die auch heute noch bemerkenswert ist. Sie zu entdecken ist allerdings mit Mühe verbunden, da der Blick auf viele Bauten durch das geliebte Grün stark beeinträchtigt wird. Eigentlich müßte sich hier der Denkmalschutz darum bemühen, eine ganze Reihe Bäume zu fällen. Da das wohl kaum geschehen wird, müssen wir uns mit Fotos begnügen, die während und kurz nach der Fertigstellung entstanden und in dem hiermit empfohlenen Buch Das Berliner Hansaviertel und die Interbau 1957 von Frank-Manuel Peter (Sutton Verlag, Erfurt 2007) zu besichtigen sind, dem auch das Bild des noch nicht so begrünten Wohnhauses von Luckhardt und Hoffmann in der Klopstockstraße entnommen ist:

